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| Schulprogramm
des Evangelischen Schulzentrums Gaußig
Grundschule
Arbeitszeitraum:
2010/2011
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Präambel
Das
Evangelische Schulzentrum Gaußig ist eine Schule in
Trägerschaft des Evangelischen Schulvereins im Landkreis
Bautzen e.V. Ihm gehören die Evangelische Grundschule,
die Evangelische Mittelschule, das Berufliche Gymnasium
und der Evangelische Schulhort Gaußig an.
Die Evangelische
Grundschule wurde mit Beginn des Schuljahres 2004/2005
vom Evangelischen Schulverein im Landkreis Bautzen e.V.
übernommen. Im Jahre 2008 hat die Grundschule die staatliche
Anerkennung erhalten. Sie wird zweizügig geführt.
Zum Einzugsgebiet
des Schulzentrums gehört der gesamte Landkreis Bautzen.
Die Evangelische
Grundschule Gaußig ist als evangelische Bekenntnisschule
eine private Ersatzschule für Eltern, die ihre Kinder
im christlichen Glauben erziehen wollen. Die Lehrerinnen
erfüllen ihren christlichen Erziehungsauftrag im Vertrauen
und in Verantwortung gemeinsam mit den Eltern.
Für die
Evangelische Grundschule Gaußig sind neben dem Schulgesetz
und der Grundschulordnung des Freistaates Sachsen die
Bibel und das Apostolische Glaubensbekenntnis eine Basis
für Lehren und Handeln.
Eltern
und Lehrerinnen versuchen, den Schülern eine Gemeinschaft
zu eröffnen, in der Jesus Christus im Mittelpunkt des
Lebens und Lernens steht. Gemeinsam mit den Schülern
streben sie eine Atmosphäre der Geborgenheit und der
christlichen Nächstenliebe an, in der eine aufeinander
abgestimmte ganzheitliche Erziehung möglich ist.
Das Entwickeln
einer Haltung des unbedingten Respekts vor dem göttlichen
Geheimnis im anderen ist das Fundament des schulischen
Lernens. Grundlagen dafür liegen im bewussten Leben
des christlichen Glaubens im Schulalltag. Die Vision
unseres Schulklimas liegt im Einklang jedes Schülers
mit sich selbst, mit seiner Umwelt, mit anderen Schülern
und in alle dem mit dem Grund des Lebens, mit Gott.
Inhalt
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1.
Der christliche Charakter unserer Schule (Bekenntnis)
1.1
Das biblische Menschenbild
1.2
Der Gottesdienst
1.3
Der Einstieg in den Tag
1.4
Der Religionsunterricht
1.5
Der Abschluss der Woche
2.
Die Bildung und Lernkultur
2.1
Lernfortschritte durch eigenverantwortliches Lernen
2.2
Kriterien, die diese Qualität gewährleisten
2.2.1
Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer
2.2.2
Unterrichtsvorbereitungen und Lernstanderhebungen
2.3
Die individuelle Förderung und Forderung
3.
Schulinterne Strukturen
3.1
Die Schulleitung
3.2
Jahrgangsteams
3.3
Fachschaften
3.4
Elternarbeit
3.5
Öffentlichkeitsarbeit
4.
Schwerpunkte der Arbeit an unserer Grundschule
4.1
Besonderheiten im Wochen- und Jahresablauf
4.2
Die verbesserte Schuleingangsphase
4.3
Unterrichtsgestaltung in der Grundschule
4.3.1
Unterrichtsgestaltung in der Klasse 1 und 2
4.3.2
Unterrichtsgestaltung in der Klasse 3 und 4
4.4.
Leistungsermittlung und Bewertung
4.4.1.
Leistungsermittlung und -einschätzung in Klasse 1 und
2
4.4.2
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung in
Klasse 3 und 4
4.5
Bildungsberatung im Übergang zu weiterführenden Schulen
4.6
Ganztagsangebote
5.
Übergang von Klasse 4 zu Klasse 5
1.
Der
christliche Charakter unserer Schule (Bekenntnis)
An unserer
Schule werden alle Schüler mit den geistlichen Wurzeln
unserer Heimat vertraut gemacht und entsprechend des
ev./luth. Bekenntnisses im christlichen Glauben erzogen.
Das schulische Leben soll darauf ausgerichtet sein.
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1.1 Das
biblische Menschenbild
An der
Evangelischen Grundschule Gaußig ist das in der Bibel,
dem Wort Gottes, aufgezeigte Menschenbild verbindliche
Grundlage.
Jeder
Mensch ist von Gott geschaffen. Nach biblischer
Aussage ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs - der
Vater unseres Herrn Jesus Christus – Schöpfer jedes
Individuums.
Gott
schuf den Menschen zu seinem Bilde; … und er schuf sie
als Mann und Frau. (1. Mose 1,27) Du (Gott) hast
mich gebildet im Mutterleib. Ich danke dir, dass ich
wunderbar gemacht bin. (Psalm 139,13 und 14).
Der Mensch
ist somit nicht Ergebnis einer wie auch immer gearteten
Entwicklung, sondern von einem genialen Schöpfer individuell
geplant und gewollt. Aus diesem Ansatz ergibt sich nicht
nur die besondere Achtung jeglichen menschlichen Lebens,
sondern vor allem auch eine stabile Basis für ein ausgewogenes
Selbstwertgefühl.
Jeder
Mensch ist von Gott beauftragt. Dieser Auftrag
ist zwar für jeden Menschen entsprechend seiner Persönlichkeit
unterschiedlich, findet sich aber in seiner generellen
Form in verschiedenen Aussagen der Bibel. Immer geht
es dabei um Verantwortung für Mitmenschen:
Jeder
trage die Last des anderen, so werdet ihr den Auftrag
Jesu erfüllen. (vgl. Gal. 6,2)
Oder
auch für die Schöpfung im weitesten Sinne:
Macht
euch die Erde zum Lebensraum und übernehmt Verantwortung.
(vgl. 1. Mose 1.28)
Den individuellen
Auftrag des einzelnen herauszufinden, ist Inhalt christlicher
Erziehung, dabei sollen Anlagen und Gaben des einzelnen
Kindes entdeckt und gefördert werden.
Dient
einander, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.
(1.Petrus 4,10)
Jeder
Mensch ist eingeladen, mit Gott, seinem Schöpfer, in
Beziehung zu leben. Dies befreit den Menschen
zu einem Leben der Liebe, des Vertrauens, der Vergebung
in Verantwortung und Gehorsam gegenüber Gott und in
Achtung vor seinen Mitmenschen.
Du
sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen,
von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das
höchste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: du sollst
deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (vgl. Matth.
22, 37-39). [Zurück
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1.2 Der
Gottesdienst
Der wöchentliche
Gottesdienst, an dem alle Schüler und Lehrerinnen der
Evangelischen Grundschule teilnehmen, wird dienstags
gefeiert. Zu besonderen kirchlichen Festtagen und schulischen
Höhepunkten besuchen wir den Sakramentsgottesdienst
des gesamten Schulzentrums.
Durch
die regelmäßigen Kirchenbesuche besinnen wir uns auf
die biblische Struktur des Kirchenjahres. Die Schüler
erleben und erlernen im Gottesdienst die Liturgie verbunden
mit den jeweiligen Ritualen. Das gemeinsame Singen wirkt
gemeinschaftsbildend und lässt die Kinder den Zusammenhalt
der Schulgemein-de auch außerhalb des Lernortes Schule
erfahren. Darüber hinaus fühlen wir uns der Pflege des
christlichen Liedgutes und der liturgischen Gesänge
besonders verpflichtet.
Bei der
Gestaltung der Gottesdienste übernehmen Schüler der
4. Klasse die Verantwortung als Altardiener und führen
in der Karwoche ein theatralisches Passionsspiel auf,
welches in einer Projektzeit umfangreich bearbeitet
und vorbereitet wird. [Zurück
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1.3 Der
Einstieg in den Tag
Der Einstieg
in den Unterrichtstag erfolgt unter Beachtung christlicher
Wertvorstellungen. Regelmäßig beginnt dieser mit dem
Morgenkreis, der folgende Elemente enthalten kann:
- Lieder
und Geschichten,
- Gespräche
zu aktuellen Lebensbezügen,
- Würdigung
besonderer Anlässe, z.B. Geburtstag,
- Gebete
und Fürbitten.
Dieses
Ritual bringt Kontinuität und Struktur in den Tagesablauf.
Die Kinder erfahren Ruhe und Besinnung durch das Gebet
als stille Zeit. [Zurück
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1.4 Der
Religionsunterricht
Der Religionsunterricht
ist an der Evangelischen Grundschule Gaußig ein Pflichtfach.
Damit wird eine Alternative dazu nicht angeboten.
Im Religionsunterricht
werden die theoretischen Grundlagen des Glaubens vermittelt.
Im Rahmen dieses Unterrichtes soll das Christsein als
Alternative in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft
erlebt und erfahren werden. Die Bibel, das Wort Gottes,
bildet die Grundlage der Unterrichtsinhalte und hat
damit eine herausragende Stellung in der konkreten Unterrichtsgestaltung.
In den
ersten drei Schuljahren liegt der Schwerpunkt in der
Begegnung und im Verstehen biblischer Geschichten. Dabei
sollen die Kinder Gott als liebenden und barmherzigen
Vater kennen lernen, der sie so annimmt wie sie sind.
Eine
Bewertung mit Zensuren erfolgt ausschließlich im 4.
Schuljahr. [Zurück
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1.5 Der
Abschluss der Woche
Die Schulwoche
endet für unsere Schüler mit der regelmäßig stattfindenden
Klassenratsstunde. Die Kinder reflektieren gemeinsam
mit der Klassenlehrerin die Geschehnisse der Woche,
meist in Form eines Gesprächskreises, in dem klassenspezifische
Probleme angesprochen und möglichst geklärt werden.
Die Klassenratsstunde
ermöglicht ebenfalls das Informieren und Organisieren
künftiger Klassenvorhaben und liefert dafür eine demokratische
Plattform. Die Kinder werden demnach in die Vorbereitung
und Durchführung mit zunehmendem Alter einbezogen.
Mit dieser
speziellen Unterrichtsstunde klingt die Schulwoche für
die Kinder harmonisch und friedvoll aus. [Zurück
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2.
Die
Bildung und Lernkultur
Unsere
Schule ist in der Auswahl der Unterrichtsinhalte an
die Richtlinien des Sächsischen Staatsministeriums für
Kultus und Sport gebunden. Für den Unterricht unserer
Schule, der christlichen Grundsätzen verpflichtet ist,
gelten pädagogi-sche und didaktische Maßstäbe, die einen
lebensnahen, ganzheitlichen und schülerorientierten
Lernprozess garantieren. Zugleich aber gewinnt er durch
die biblische Sicht vom Menschen und seiner Umwelt wesentliche
Perspektiven und Schwerpunkte, die im Folgenden näher
erläutert werden. [Zurück
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2.1 Lernfortschritte
durch eigenverantwortliches Lernen
Um den
Veränderungen in unserer Gesellschaft und den unterschiedlichen
Persönlichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler gerecht
zu werden, ist die Entwicklung und Förderung des eigenverantwortlichen
Lernens ein vordringliches Ziel unserer Schule. Einige
Voraussetzungen haben sich für die Entwicklung selbstständigen
Lernens als sinnvoll herausgestellt: Zum einen müssen
Schülerinnen und Schüler ein gewisses Maß an Selbstständigkeit
bereits aus dem häuslichen Umfeld mitbringen, auf denen
die Grundschule aufbauen kann. Zum anderen können und
müssen Eltern diesen Lernprozess in der Schule kontinuierlich
unterstützen.
Das Kollegium
strebt an, eine fundierte Methodenkompetenz durch
geeignete Fortbildungen zu gewährleisten. Informationen
über den individuellen Entwicklungsstand des Kindes
können Eltern anhand der Entwicklungsbögen, Zensurenkarten
und Elternsprechtage bei den unterrichtenden Kolleginnen
und Kollegen mündlich und schriftlich einholen.
Selbstständiges
Lernen wird an unserer Schule durch geeignete Lehr-
und Arbeitsformen in unterschiedlichen Ausprägungen
gefördert. Dazu gehören z.B.:
- das
Aufstellen und Einüben von Regeln,
- Kommunikationstraining
(Gesprächskreis, Klassenrat, Rollenspiele, freie
Vorträge, Rituale usw.),
- Kooperationstraining
(Partner- u. Gruppenarbeit),
- gezieltes
Methodentraining und Einüben von Arbeitstechniken,
z.B. klassen-und jahrgangsübergreifenden Merkhefter
ab Kl. 2
- das
Arbeiten nach einem Tages- und Wochenplan, Lernen
an Stationen,
- fächerverbindende
Wochen und Thementage
- das
Bearbeiten von Wahlthemen,
- Teilnahme
an verschiedenen Wettbewerben, z.B. Vorlesewettbewerb,
Waldjugendspiele, Känguru-Wettbewerb, Mal- und Zeichenwettbewerb,
Sportwettkämpfe, Talentefest u.a.
Ziel
des Unterrichts, der die Selbstständigkeit fördert und
fordert, ist in erster Linie die individuelle Persönlichkeitsentwicklung
unserer Schüler. Er motiviert und befähigt die Schüler,
mit Misserfolgen umzugehen und persönliche Grenzen zu
erkennen. Zunehmende Selbstständigkeit führt zu realistischer
Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung und damit auch
zu einem verantwortlichen und respektvollen Umgang mit
anderen. [Zurück
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2.2 Kriterien,
die diese Qualität gewährleisten
2.2.1
Fortbildung
der Lehrerinnen und Lehrer
In Anlehnung
an das Sächsische Schulgesetz sind die Lehrer des Schulzentrums
verpflichtet, sich eigenverantwortlich fachlich sowie
in pädagogischer Hinsicht an unterrichtsfreien Tagen
weiterzubilden. Die Bereitschaft zur Fortbildung wird
von der Schulleitung erfasst und ist in Personalgesprächen
ein wichtiger Themenschwerpunkt. Damit besuchen alle
Kollegen mindestens zwei Fortbildungsveranstaltungen
pro Schuljahr.
Gelerntes
bzw. Materialien werden in geeigneter Form in Fachschaften,
Dienstberatungen und Workshops innerhalb der schulinternen
Fortbildungen, die in den Sommer- und Winterferien
stattfinden, weitergegeben. Zudem werden schulintern
Fortbildungen (SCHILF) verpflichtend veranstaltet. Diese
dauern in den Sommerferien 5 Tage, in den Winterferien
findet die SCHILF an zwei Tagen statt. Die Themen werden
zum einen gemeinschaftlich - aufgrund besonderer Erfordernisse
– festgelegt oder durch die Schulleitung vorgegeben.
Ergänzend
sind für Unterrichtende punktuelle theologische Fortbildungen
im Schuljahr, welche durch den Schulträger, dem Evangelischen
Schulverein im Landkreis Bautzen e.V., gestaltet werden.
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2.2.2
Unterrichtsvorbereitungen
und Lernstanderhebungen
Die Zielsetzungen
des Unterrichts sind klar, fachlich fundiert, lehrplangerecht
und den Lernvoraussetzungen (Klassensituation) angepasst.
Zu Beginn des Schuljahres wird der Schulleitung von
jedem Fachlehrer und für die jeweilige Klassenstufe
ein aktueller Jahresplan vorgelegt.
Jeder
Kollege bemüht sich, den Unterricht methodisch abwechslungsreich
aufzubauen und angemessen mit Medien und Hilfsmitteln
zu unterstützen (Aktualitätsbezug, Anschaulichkeit).
Die Fachkompetenz der Lehrperson wird sichtbar. Die
Schulleitung hospitiert bei möglichst allen Kollegen
im Laufe des Schuljahres und führt anschließend Auswertungsgespräche.
Es finden
regelmäßige Überprüfungen der Lernerfolge der Schüler
statt. Die Rückmeldung ist angemessen, glaubwürdig und
erfolgt aufgrund von verständlichen Kriterien. Hierzu
zählen Lernzielkontrollen, Projektergebnisse und Komplexarbeiten
sowie mündliche Leistungen. Die Anzahl der schriftlichen
Kontrollen wird jeweils zu Beginn des Schuljahres durch
die jeweiligen Jahrgangsteams festgelegt.
Die Teilnahme
an den Kompetenztests des Staatsministeriums für Kultus
und Sport in Sachsen erfolgt jährlich in der Klassenstufe
3. Die Ergebnisse der Kompetenz-tests werden durch die
Fachlehrer mit den Eltern in Einzelgesprächen
ausgewertet. [Zurück
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2.3 Die
individuelle Förderung und Forderung
Die zunehmende
Zahl von Kindern mit Lernschwierigkeiten und Teilleistungs-störungen
besonders in den Bereichen Lesen und Schreiben, Rechnen
sowie Konzentration macht es erforderlich, umfangreiche
Förder- und Integrations-möglichkeiten zu schaffen,
um jedem Kind eine optimale Entwicklung entsprechend
seiner individuellen Fähigkeiten zu garantieren.
In unserer
Schule können wir Lerntherapiestunden während der Unterrichts-
und Nachmittagsbetreuung für die Problembereiche Legasthenie,
Dyskalkulie und Konzentrationsstörungen durch ausgebildete
Fachkräfte anbieten. Die Schüler können im Rahmen
des Ganztagsangebotes spezielle Förderstunden in Kleingruppen
erhalten oder Einzeltherapiestunden besuchen, die allerdings
kostenpflichtig sind. Die Betreuung in der Schule hat
viele Vorteile für die Kinder. So werden lange Fahrtwege
zu Nachhilfeeinrichtungen vermieden und schnelle Absprachen
zwischen den Eltern, Fach- sowie Klassenlehrern und
Schülern ermöglicht.
Ziele
der lerntherapeutischen Angebote sind neben der Symptombehandlung
auch das Vermitteln von Lerntechniken, Arbeitsweisen
und Methoden. [Zurück
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3.
Schulinterne
Strukturen
3.1 Die
Schulleitung
Die Schulleitung
in der Grundschule hat seit dem 01.12.2007 Frau Astrid
Garten inne, seit 01.08.2008 steht Frau Nora Krause
als Stellvertreterin an ihrer Seite. Beide Kolleginnen
sind neben ihrer Schulleitertätigkeit ebenfalls als
Lehrer in den Klassen tätig. Die Grundschule ist
innerhalb des Evangelischen Schulzentrums eine in sich
geschlossene Schulart, wobei Schulart übergreifend Dienstberatungen
sowie schulinterne Fortbildungen stattfinden.
Zwischen
der Schulleiterin und deren Stellvertretung gibt es
eine klare Aufgabenteilung, die sich im Wesentlichen
wie folgt darstellt:
Schulleiterin:
- Leitung
der Dienstberatungen in der Grundschule ( monatlich
1-2 x )
- Planung
und Organisation der Ganztagsangebote der GS
- Kooperation
mit den Kindergärten Gaußig und Schlungwitz sowie
dem Ev. Kindergarten Bautzen
- regelmäßiger
Erfahrungsaustausch mit dem Ev. Hort
- Vorbereitung
der schulinternen Fortbildung
- Planung
und Organisation der Schuleingangsphase / Schulaufnahme
- regelmäßige
Teilnahme an den Schulleiterberatungen der SBA Bautzen
und Mitarbeit in der Arbeitsgruppe 2 der GS- Schulleiter
- Planung
von Schulveranstaltungen (z.B. Tag der offenen Tür,
Projekte …)
- Elternarbeit/
Elternrat der GS
- Hospitationen
bei einzelnen Kollegen zur Sicherung der Unterrichtsqualität
und Führen von Auswertungs- und Mitarbeitergesprächen
- Überwachung
der Integration vom Antrag bis hin zum Förderausschuss
- „Tagesgeschäft“
( Post, Telefonate, Bearbeiten von Anträgen zur
Förderung einzelner Schüler, Gespräche mit
Vertretern, z.B. Verlage, Ansprechpartner für technisches
Personal )
- Überblick
über den Haushalt, materielle Anschaffungen innerhalb
des Budgets
- Betreuung
der Schülersprecher Klassen 3 und 4
- kooperative
Leitung der Schulkonferenz
- Verantwortung
für den Erhalt der sächlichen Ausstattung der Schule
- Terminpflege
auf der Homepage, ständige Aktualisierung
- Erstellen
des Einsatzplanes für das Grundschulkollegium
- Schulbuch-
und Lehrmittelbestellung
Stellvertreterin:
- Erstellen
des Stundenplanes der GS
- Erstellen
und praktisches Umsetzen des Vertretungsplanes der
GS
- Kontrolle
der Klassenbücher der GS ( monatlich 1x )
- Erstellen
des Aufsichtsplanes der GS
- Verwaltung
der Arbeitsstunden der Lehrkräfte
- Erstellen
und Aktualisieren der Raumpläne [Zurück
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3.2 Jahrgangsteams
Die Jahrgangsteams
wurden mit Gründung der Evangelischen Grundschule eingerichtet
und von der Mittelschule übernommen. Die Jahrgangsteams
treffen sich monatlich unter der Verantwortung des jeweiligen
Jahrgangsstufenleiters. Sie bestehen aus allen Fachlehrern,
die in einer Klassenstufe unterrichten.
Ihr Ziel
ist die Planung und gleichmäßige Verteilung sämtlicher
Aktivitäten, die in dieser Klassenstufe in einem Schuljahr
durchgeführt werden sollen. Außer den organisatorischen
Aufgaben sollen in den Treffen auch Probleme innerhalb
der Klassenstufen bzw. mit einzelnen Schülern besprochen
und geeignete Maßnahmen für deren Lösung festgelegt
werden. In den Teams werden die Beurteilungen (Zeugnisse)
der einzelnen Schüler besprochen.
Jahrgangsstufenleiterin:
- Leitung
der Sitzungen des Jahrgangsteams,
- Anfertigen
der Protokolle dieser Sitzungen und auch bei den
Dienstberatungen
- Ansprechpartner
für Kolleginnen bei fachlichen oder pädagogischen
Fragen [Zurück
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3.3 Fachschaften
Die Fachlehrer
eines Fachbereiches treffen sich zwei- bis dreimal im
Schuljahr in den Fachschaften. Ein Fachlehrer des jeweiligen
Fachbereichs übernimmt die Fachschaftsleitung, lädt
zu den Sitzungen ein und ist für die Protokollführung
verantwortlich.
Inhalt
der Besprechungen sind Jahrespläne, die Umsetzung der
Unterrichts-konzeptionen im entsprechenden Fachbereich,
Kontrollen, Klassenarbeiten, Komplex- und Jahresabschlussarbeiten,
Festlegungen in der Bewertung und Zensierung, Projekte
(Zuarbeiten an die Jahrgangsstufenleiter), Wettbewerbe
und Fortbildungen. Auch der Erhalt und die Pflege der
Fachkabinette bzw. Fachräume, Kontrolle der Arbeitsmaterialien
auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit, gehört
zu den Aufgaben eines Fachschaftsleiters. [Zurück
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3.4 Elternarbeit
Die Elternarbeit
wird in erster Linie durch die Zusammenarbeit von Schulleitung
und Elternrat koordiniert. Die Elterngremien
arbeiten eigenverantwortlich. Zum ersten Elternabend
im Schuljahr werden für jede Klasse ein Elternvertreter
und dessen Stellvertreter gewählt. Oberstes beschließendes
Organ der Schule ist die Schulkonferenz, welche
mindestens zweimal im Jahr tagt. Ihr gehören neben dem
Elternsprecher weitere drei Elternvertreter an (Termine
siehe Jahresplan).
Im Laufe
des Schuljahres sind mindestens zwei Elternabende
durchzuführen. Elternabende beginnen mit einer Andacht.
Ein zusätzlicher Elternabend im Schuljahr, der entweder
von der Schulleitung oder den Elternvertretern organisiert
wird, steht unter einem bestimmten pädagogischen Thema.
Die Eltern werden aktiv in die Gestaltung des schulischen
Lebens einbezogen. Sie werden zu Gottesdiensten eingeladen,
beteiligen sich an der Vorbereitung und Ausgestaltung
von schulischen Höhepunkten, Projekten und Exkursionen.
Neben
individuell vereinbarten Elterngesprächen legt die Schulleitung
zwei Elternsprechtage fest (siehe Anhang), an
denen Eltern die Möglichkeit haben, mit der Klassenlehrerin
und den Fachlehrern in Kontakt zu treten. An weiteren
vier Terminen werden Zensurenkarten ausgegeben, die
den Eltern einen Überblick über den aktuellen Leistungsstand
ihres Kindes geben. In regelmäßigen Abständen, die der
Klassenlehrer festlegt, werden die Eltern über vergessene
Hausaufgaben, Arbeitsmittel und Unterschriften informiert.
Wichtige
Termine lässt der Klassenlehrer in den Klassenratsstunden
in die Hausaufgabenhefte eintragen oder informiert über
Elternbriefe. Bei Problemen werden die Eltern
schriftlich informiert. Alle schriftlichen Mitteilungen
werden von den Erziehungsberechtigten unverzüglich unterschrieben
und vom Schüler seinem Klassenlehrer zur Kontrolle vorgelegt.
Unabhängig davon erfolgt am Ende der Woche die Unterschrift
der Eltern im Hausaufgabenheft. [Zurück
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3.5 Öffentlichkeitsarbeit
Unser
Evangelisches Schulzentrum soll offen sein für jeden,
der Interesse an unserer Einrichtung zeigt. Darum werden
wir weiterhin die Öffentlichkeit auf verschiedene Weise
an unserem Schulleben teilhaben lassen. Wir möchten
über unsere Ziele, die Inhalte des Unterrichtes sowie
schulische und außerschulische Aktivitäten informieren
und die Besonderheit des christlichen Charakters unserer
Schule innerhalb der sächsischen Schullandschaft hervorheben.
Das Leben
an unserer Einrichtung wird durch die enge Zusammenarbeit
der Schulleitung, der Lehrkräfte und Schüler, der Eltern,
des Trägers, der Kirchgemeinden und nicht zuletzt durch
die Präsentation in der Öffentlichkeit mitbestimmt.
Dementsprechend möchten wir als Schule insbesondere
die Medien, den „Tag der offenen Tür“ sowie kirchliche
Anlässe nutzen, um das Evangelische Schulzentrum zu
präsentieren.
Unsere
Schule ist mit einer eigenen Homepage unter www.emsg.de
im Internet vertreten. Diese enthält grundsätzliche
Informationen zur Grund- und Mittelschule, zum Beruflichen
Gymnasium sowie zum Schulhort. Zusätzlich wird sie immer
wieder mit aktuellen Beiträgen und Fotos ergänzt. Auch
informieren wir mit unserem Flyer und im Schaukasten
am Schulhof.
Die Zusammenarbeit
mit regionalen Medien wie Zeitung (SZ, Wochenkurier
etc.) und Fernsehen wollen wir zur Öffentlichkeitsarbeit
nutzen. Dafür - wie auch zur Fortsetzung der Arbeit
an der Schulchronik - werden nach schulischen und außerschulischen
Höhepunkten Zuarbeiten in Form von Texten, Fotos, Bildern
usw. von Schülern und verantwortlichen Lehrern erstellt.
Um Transparenz
für jeden Schüler und jeden Besucher unserer Schule
zu erreichen wird für jedes Schuljahr eine Fotowand
erstellt, auf welcher alle Lehrerinnen und Lehrer unseres
Hauses abgebildet sind. Zusätzlich erhält der Betrachter
wichtige Informationen über den aktuellen Einsatz der
Kolleginnen und Kollegen.
Das IC-Team
Bautzen unterstützt seit Jahren das Evangelische Schulzentrum
Gaußig, um schulische und außerschulische Veranstaltungen
werbewirksam zu propagieren und damit das Interesse
der Öffentlichkeit für diese zu gewinnen. Dabei bietet
das IC-Team finanzielle Unterstützung für jede Schulart
mit einer festgelegten Summe pro Schuljahr. In jedem
Schuljahr honoriert das IC-Team Bautzen das soziale
Engagement von Schülern in ihren Klassen und darüber
hinaus, 4 Grundschüler der 4. Klassen erhalten nach
einer Auswahl in der Klassengemeinschaft eine Buchprämie.
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4.
Schwerpunkte
der Arbeit an unserer Grundschule
4.1 Besonderheiten
im Wochen- und Jahresablauf
Unser
gesamtes Schulleben knüpft unmittelbar an christliche
Werte und Traditionen an. Jeder Tag beginnt im Morgenkreis
mit einem Lied und Gebet oder einer Geschichte. Das
gemeinsame Frühstück im Klassenverband ist uns wichtig,
dazu gehört ein Tischgebet oder –lied.
An jedem
Dienstag feiern wir Schulgottesdienst, darüber hinaus
gehören Gottesdienste zu Feiern im Kirchenjahr zum festen
Bestandteil des Jahresablaufes. Als evangelische Grundschule
erwarten wir, dass jedes Kind am evangelischen Religionsunterricht
teilnimmt. Die Woche beschließen wir mit der Klassenratsstunde,
in welcher das soziale Miteinander innerhalb einer Woche
reflektiert und ausgewertet wird. Das Fach Englisch
wird ab Klasse 1 im Klassenverband unterrichtet.
In den
sechs Jahren des Bestehens unserer Evangelischen Grundschule
haben sich Traditionen aufgebaut, die wir weiterhin
pflegen und modifizieren wollen. Dazu gehört beispielsweise
der Thementag zum Erntedank, welcher mit einer Andacht
als Schulgemeinde in der Gaußiger Kirche beschlossen
wird. Im November laden wir zum Tag der offenen Tür
ein und stellen unsere Arbeit der interessierten Öffentlichkeit
vor, darüber hinaus gibt es an diesem Tag einen Informationselternabend
für Eltern von Schulanfängern. Im Dezember bestreiten
die Grundschüler ein Talentefest mit Beiträgen aus verschiedensten
Freizeitbereichen. Das Adventsliedersingen als Schulgemeinde
mit Geschichten und Instrumentalbeiträgen ist uns an
jedem Freitag vor den Adventswochenenden wichtig geworden.
Im Festgottesdienst am 6. Januar führen die Mittelschüler
der 5. Klassen die Weihnachtsgeschichte auf, im Gegenzug
übernehmen die Grundschüler der 4. Klassen die Darstellung
der Passionsgeschichte und zeigen sie im Ostergottesdienst.
In jedem
Schulhalbjahr gestalten wir eine fächerverbindende Woche.
Die inhaltliche und thematische Auswahl orientiert sich
am Profil unserer Schule. Die klassenübergreifende,
heterogene Arbeit steht in dieser Zeit im Vordergrund.
Ergebnisse werden durch die Schüler in ihren Klassenzimmern
präsentiert.
Innerhalb
des Schuljahres nehmen wir an Wettbewerben, z.B. sportlicher
Art, Känguru- Wettbewerb in Mathematik oder Lesefitness-Training,
teil. Höhepunkte schaffen wir durch Theaterbesuche,
Projekttage, Lesenächte, Ausflüge, Abschlussfeste und
die Abschlussfahrt in Klasse 4.
Zur Umsetzung
dieses Anspruchs ist eine aktive Elternarbeit unentbehrlich.
Dies gilt insbesondere für die Vorbereitung und Durchführung
von Projekten, Festen, Wandertagen, Klassenfahrten und
differenzierten Unterrichtsabschnitten. [Zurück
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4.2 Die
verbesserte Schuleingangsphase
Um eine
frühmögliche Förderung eines jeden Kindes zu gewährleisten,
legen wir Wert auf eine kontinuierliche, fundierte Zusammenarbeit
zwischen Lehrern und Erziehern.
Unsere
Kooperationsverträge mit den Kindertagesstätten „Am
Wald“ in Gaußig, „Schlumpfenland“ in Schlungwitz und
dem Evangelischen Kindergarten in Bautzen basieren auf
dem Bildungs- und Erziehungsauftrag des Sächsischen
Bildungsplanes und der Sächsischen Lehrpläne. Auf dieser
Grundlage werden gemeinsame Ziele, Aufgaben und Arbeitsweisen
abgestimmt und jährlich evaluiert. Im Vordergrund steht
dabei der Leitsatz:
Der
Schulanfang des Kindes soll gelingen.
Die Gestaltung
eines sanften, fließenden Übergangs vom Kindergarten
in die Schule ist unser Hauptanliegen. Konkret bedeutet
das:
Im letzten
Kindergartenjahr finden Angebote von Seiten der Grundschule
statt, z. B.:
- Teilnahme
am Verkehrsprojekttag der Grundschulkinder,
- Schnupperstunde
im Anfangsunterricht in Klasse 1/2,
- Vorlesepaten
der Grundschule lesen im Kindergarten,
- Begegnungsnachmittag
der künftigen Erstklässler mit Schulkindern innerhalb
der Ganztagsangebote,
- Teilnahme
an gemeinsamen Veranstaltungen wie Konzerte etc.
- Von
Seiten des Kindergartens werden eine gemeinsame
Sportstunde für Vorschulkinder und Erstklässler
organisiert und ein Tag der „Ehemaligen vorbereitet.
Gegenseitige
Hospitationen von Erziehern und Lehrern sollen helfen,
die Arbeit in beiden Einrichtungen zu erleben und zu
wertschätzen. Darüber hinaus wird die gegenseitige Teilnahme
an Elternabenden oder Veranstaltungen, z.B. Fortbildungen,
Schuleingang etc., angestrebt.
Zum Ermitteln
der Lernausgangslage jedes Kindes werden Schulaufnahme-gespräche
in Vierergruppen geführt und anhand eines Entwicklungsbogens
dokumentiert. Die Eltern erhalten eine kurze Einschätzung
zum Entwicklungsstand ihres Kindes. Die Entscheidung
über die Schulfähigkeit eines Vorschulkindes trifft
die Schulleiterin anhand der Ergebnisse des Gespräches,
der Empfehlung des Amtsarztes und des Kindergartens.
Der Anfangsunterricht
erstreckt sich über die ersten zwei Schuljahre. Um optimale
Bedingungen für den Lernerfolg jedes Kindes zu gewährleisten,
steht in den Fächern Deutsch und Mathematik für eine
Wochenstunde eine Zweitlehrkraft zur Verfügung.
Der Förderunterricht
und die Möglichkeit der Lerntherapie sollen helfen,
das unterschiedliche Ausgangsniveau der Erstklässler
aufzufangen und auszugleichen.
Seit
dem 01.08.2008 sind die 1. Klassen im neuen Hortgebäude
untergebracht. In einer ruhigen, entspannten Atmosphäre
werden die Erstklässler an ihren neuen Tagesrhythmus
gewöhnt, können individuelle Möglichkeiten und Lernorte
des Hortes, z.B. den Abenteuerspielplatz, die Ruhezone
und den Kreativraum mitnutzen. Für die Kinder steht
damit ein Haus für den Vor- und Nachmittagsbereich ohne
zusätzliche Wege zur Verfügung. [Zurück
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4.3 Unterrichtsgestaltung
in der Grundschule
4.3.1
Unterrichtsgestaltung
in der Klasse 1 und 2
Wir unterrichten
die 1./2. und 3./4. Stunde in den 90 min. Blöcken. Durch
einen rhythmischen Wechsel von Anspannung und Entspannung
sowie abwechslungsreiche Lehr- und Lernmethoden werden
die Kinder in die Lage versetzt, auch über einen längeren
Zeitraum ausdauernd zu arbeiten. Dem sozialen Lernen
mit einem Partner oder in kleinen Gruppen auch nach
differenzierten Aufgabenstellungen kommt dabei eine
große Bedeutung zu.
Wir bemühen
uns, den Unterricht interessant und leistungsorientiert
zu gestalten. Die Kinder kennen neben dem Frontalunterricht
auch andere Arbeitsformen, zum Beispiel das Lernen an
Stationen oder das Lernen in gemischten, jahrgangsübergreifenden
Gruppen.
Mit zahlreichen
Projekten zu verschiedenen Anlässen des Jahreskreises
sowie zwei Themenwochen schaffen wir Raum für gemeinschaftsfördernde
Erlebnisse und praktizieren handlungsorientierten, fächerverbindenden
Unterricht.
Wir fördern
die kindliche Leistungsbereitschaft und ermutigen unsere
Schüler zur Teilnahme an inner- und außerschulischen
Wettbewerben.
Von Anfang
an trainieren wir wesentliche Arbeitstechniken und Lernstrategien.
Es gibt klare Normen, Regeln und Rituale. So beginnt
die erste Unterrichtsstunde jeder Woche an unserer Schule
mit einem Morgenkreis, jeder Tag mit Lied und Gebet.
Wir feiern
wöchentlich Gottesdienst. Schüler und Lehrer frühstücken
gemeinsam im Klassenzimmer, nachdem das Tischgebet gesprochen
wurde.
Den Wochenabschluss
bildet die Klassenratstunde mit dem Klassenlehrer, der
seine Schüler im Regelfall auch durch die ganze Grundschulzeit
führt. [Zurück
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4.3.2
Unterrichtsgestaltung
in der Klasse 3 und 4
In den
Jahrgangsstufen 3 und 4 enthält die Stundentafel zwei
wöchentliche Förderstunden. Diese festgelegte Differenzierung
erfolgt im Fach Deutsch durch einen zweiten Lehrer und
im Fach Mathematik in der Kleingruppe.
Ab der
Klasse 3 rücken komplexere Unterrichtsthemen in den
Mittelpunkt des Lernens. Vorrangig durch handelndes
Lernen wird die Fähigkeit, vernetzt zu denken, geschult.
Die Schüler bearbeiten weitestgehend allein komplexere
Aufgabenstellungen und werden durch die Unterstützung
der Lehrkraft zu eigenen Schlussfolgerungen bzw. Ergebnissen
befähigt.
Die Erfahrungswelt
und das Allgemeinwissen der Schüler nehmen eine zentrale
Rolle im Unterricht ein.
Die Erledigung
von Hausaufgaben und das Mitbringen der Arbeitsmaterialien
liegen immer mehr in der Eigenverantwortung der Schüler.
Kurzvorträge werden von den Schülern nach festgelegten
Kriterien vorbereitet, mündlich zusammenhängend wiedergegeben
und bewertet. Diese Befähigung zum freien Sprechen und
das zunehmend gegenseitige mündliche Bewerten von Schülerleistungen
rücken ins Zentrum vieler Unterrichtsinhalte in der
Klasse 4. Das Suchen von Informationen in Nachschlagewerken
oder die Recherche im Internet sind gängige Arbeitsmethoden
am Ende der Klasse 4.
In allen
Unterrichtsfächern nimmt das mündliche und schriftliche
Anwenden von Fachbegriffen einen immer höheren Stellenwert
ein. [Zurück
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4.4.
Leistungsermittlung
und Bewertung
4.4.1.
Leistungsermittlung
und -einschätzung in Klasse 1 und 2
An unserer
Schule werden Leistungen der Schüler in den ersten beiden
Jahrgangsstufen regelmäßig bewertet, jedoch noch nicht
durch Noten, sondern Worturteile, Stempel, Punkte oder
Smileys. Eine Leistungsbewertung mit Zensuren setzt
bei uns erst in Klasse 3 ein. Wir wollen den Kindern
auf diese Weise im Anfangsunterricht ein Lernen ohne
Notendruck ermöglichen und Erfolge auch bei kleinen
Fortschritten sichtbar machen. Unsere Erfahrung zeigt,
dass das individuelle Vorankommen des einzelnen Schülers
so besser gewürdigt und berücksichtigt werden kann.
In der Mitte jeden Schulhalbjahres erhalten die Eltern
Entwicklungsbögen, die detailliert Auskunft über den
Lernstand des Kindes in den Kernfächern Deutsch und
Mathematik sowie die Ausprägung verschiedenster Kompetenzen
geben. Darüber hinaus bieten wir regelmäßig Elternsprechstunden
an, um im persönlichen Gespräch die Eltern zu informieren
und zu beraten. [Zurück
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4.4.2
Leistungsermittlung
und Leistungsbewertung in Klasse 3 und 4
Die gemeinsame
Verantwortung, Zielsetzung und Abstimmung zwischen den
einzelnen Klassen sind Ausgangspunkt unserer täglichen
Arbeit mit den Schülern. Stoffverteilungen und Klassenarbeiten
werden in Zusammenarbeit von Klassen- und Fachlehrern
erstellt und ausgewertet. Richtlinien und Rahmen sind
dabei der Sächsische Lehrplan für Grundschulen.
Neben
regelmäßigen Lernstandserhebungen erfolgen Kontrollen
in mündlicher und schriftlicher Form, welche der Qualitätssicherung
des Unterrichtes dienen sowie den derzeitigen Leistungsstand
der Klasse und jedes einzelnen Schülers widerspiegeln.
In Klasse
4 orientieren wir uns an den Bildungsstandards. In Klasse
3 nehmen wir an den Kompetenztests in den Fächern Deutsch
und Mathematik teil, die vom Sächsischen Ministerium
für Kultus und Sport jährlich im März veröffentlicht
werden.
Eine
Bewertung in Form von Zensuren setzt ab Klasse 3 in
den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht ein.
In Klasse 4 werden alle Fächer benotet.
In jedem
Fach wurde schulintern eine Bewertungsrichtlinie und
ein einheitlicher Maßstab erarbeitet und festgelegt.
Dazu einige Ausschnitte:
|
Deutsch:
|
Es
werden im Schulhalbjahr 11-13 Noten erteilt Die
Verteilung liegt bei etwa 25% im mündlichen
Bereich und 75% für schriftliche Gebiete. Für
weniger umfangreiche Leistungen werden Teilnoten
vergeben.
|
|
Mathematik:
|
Im
Schulhalbjahr werden 4-5 Noten erteilt. Lernzielkontrollen
oder Komplexarbeiten beinhalten alle Lernbereiche
des Lehrplanes. Kurzkontrollen zu einzelnen
Stoffgebieten werden als Teilnote bewertet.
|
|
Sachunterricht:
|
Im
Schulhalbjahr werden 3-4 Noten erteilt. Neben
zwei großen schriftlichen Arbeiten gibt
es Kurzarbeiten zum Abfragen von Faktenwissen
und mündliche Note(n) für Kurzvorträge o.ä.
|
|
Englisch:
|
Im
Schulhalbjahr werden 3-4 Noten erteilt. Die
Bewertung erfolgt vorrangig im mündlichen
Bereich in Form von vorgetragenen Reimen,
Liedern oder Dialogen. Schriftliche Kontrollen
erfolgen nur zur Rezeption, d.h. zum Hörverstehen
und Hör-Seh-Verstehen.
|
|
Religion:
|
Im
Schulhalbjahr werden 3 Noten erteilt. Mittelpunkt
der Bewertung sind schriftliche Kontrollen
aber auch mündliche Aktivitäten oder Hausaufgaben
und Vorträge.
|
|
Musik:
|
Im
Schulhalbjahr werden 3-4 Noten erteilt. Die
Bewertung setzt sich zusammen aus Liedvortrag,
Gruppenmusizieren oder Tanz und schriftlichen
Kontrollen zum Musikhören.
|
|
Kunst:
|
Im
Schulhalbjahr werden 4-6 Noten vergeben.
|
|
Werken:
|
Es
werden im Schulhalbjahr 3 Noten erteilt. Neben
1-2 Arbeiten werden einzelne Themengebiete
mit fachpraktischen Tätigkeitsergebnissen
der Bewertung zugrunde gelegt.
|
|
Sport:
|
Es
werden im Schulhalbjahr 3-4 Noten vergeben. Zur
Bewertung kommen alle 5 Lernbereiche
des Lehrplans für Sport.
|
Regelmäßige
Elterngespräche und Zensurenkartentermine geben Auskunft
über den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. Mit
den Eltern werden Maßnahmen zur Förderung und Forderung
des individuellen Leistungsvermögens des Kindes vereinbart.
Dafür stehen uns die Binnendifferenzierung, der Förderunterricht
aber auch die Lerntherapie zur Verfügung. Künftig sehen
wir uns der Begabtenförderung durch zusätzliche Angebote
im Ganztagsbereich, z.B. durch Französisch oder Schach,
verpflichtet. [Zurück
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4.5 Bildungsberatung
im Übergang zu weiterführenden Schulen
In Klasse
4 geht es um das Erreichen der Bildungsempfehlung für
den Start in ein sich anschließendes, aufbauendes, neues
Schulleben. Als staatlich anerkannte Grundschule haben
wir die Befugnis, Schüler für die Mittelschule oder
das Gymnasium zu empfehlen. Die Beratung der Eltern
setzt im 2. Schulhalbjahr der Klasse 3 mit einem Gespräch
zum Entwicklungsstand des Schülers ein. Zudem werden
in einem Elternabend für die Klassen 3 und 4 der Bildungsauftrag
sowie die Leistungsanforderungen der Evangelischen Mittelschule,
des Gymnasiums und der gymnasialen Oberstufe durch die
Leiter dieser Schularten vorgestellt. Unser Ziel ist
es dabei, die Profilierung des Standortes Gaußig als
Evangelisches Schulzentrum mit einer zweizügigen Grund-
und Mittelschule und einer gymnasialen Oberstufe mit
dem Profil Gesundheit und Soziales zu stärken aber auch
Möglichkeiten der Durchlässigkeit im Sächsischen Schulsystem
aufzuzeigen.
Im ersten
Schulhalbjahr der Klasse 4 erfolgt das zweite Beratungsgespräch
mit den Eltern. Dabei wird den Eltern die voraussichtlich
geeignete Schulart für ihr Kind mitgeteilt.
An welcher
Schulart ein Schüler weiterlernt, empfiehlt die Klassenkonferenz
auf der Grundlage der festgelegten Richtlinien in der
Grundschulordnung. Die endgültige Entscheidung treffen
die Eltern mit der Anmeldung an einer weiterführenden
Schule ihrer Wahl. [Zurück
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4.6 Ganztagsangebote
Seit
2007 halten wir für unsere Schüler Ganztagsangebote
in allen 3 Modulen bereit. Dafür stehen uns verlässliche
Kooperationspartner aus der Region mit vielfältigen
Begabungen zur Verfügung. Als christliche Schule auf
dem Land wollen wir die Liebe zur Natur vertiefen, zu
kreativen und schöpferischen Tätigkeiten in Verbindung
zum regionalen Handwerk anregen, den ortsansässigen
Sportverein und die Freiwillige Feuerwehr Gaußig mit
interessiertem Nachwuchs unterstützen. Eine enge Zusammenarbeit
mit dem Evangelischen Schulhort ermöglicht eine personelle
und räumliche Vernetzung der Angebote am Nachmittag.
Unsere
Schule soll zugleich Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum
für jedes Kind sein. Um besonders Neigungen und Begabungen
zu fördern, werden zahlreiche Arbeitsgemeinschaften
angeboten, die 1x wöchentlich zu einer festen Zeit im
Anschluss an den Unterricht stattfinden. Die Teilnahme
daran ist für ein Schuljahr verbindlich.
Die AGs
beginnen in der 2. Schulwoche mit einer 14 tägigen Schnupperzeit.
Ab der 4. Schulwoche entscheiden sich die Schüler verbindlich
für eine Arbeitsgemeinschaft und unterschreiben dafür
einen Vertrag.
Um dem
Anspruch einer individuellen Förderung und Forderung
gerecht zu werden, wird im Evangelischen Hort an 3 Nachmittagen
eine kompetente Hausaufgabenbetreuung angeboten. Bei
Lernauffälligkeiten stehen uns mit der Lerntherapie
zusätzliche Möglichkeiten der Differenzierung begrenzt
zur Verfügung. [Zurück
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5.
Übergang
von Klasse 4 zu Klasse 5
Unser
Schulzentrum, in dem Grund- und Mittelschule integriert
sind, soll den Schülern einen reibungslosen Übergang
in Klasse 5 ermöglichen.
Vorrangige
Ziele in diesem Schuljahr sind die engere Zusammenarbeit
beider Schularten und das phasenweise gemeinsame Lernen
der Klassenstufen 4 und 5. Grundlage des gemeinsamen
Miteinanders war die vernetzte Betrachtung und Zusammenfügung
beider Schulprogramme.
Ziele
der Kooperation sind das bessere Kennen lernen der anderen
Schulart, in Bezug auf die inhaltliche Fachspezifik,
die Methodenvielfalt, bestehende Sozialnormen sowie
das Weitergeben pädagogischer Gutachten und Informationen
zu einzelnen Schülern. Das Einbeziehen der Eltern als
wichtigen Partner ist ein markanter Eckpfeiler in unserer
Arbeit.
Maßnahmen
der Zusammenarbeit sind Hospitationstage für Lehrer,
Schnuppertage für Schüler, gemeinsame Projekte oder
Höhepunkte des Schuljahres und Elternabende, die den
fließenden Übergang von Grundschule zur Mittelschule
vorbereiten.
Zeitliche
Planung:
|
September
|
Teilnahme
am Street - Basketball der Klassen 4
und 5 Hospitationen der Klassenlehrer
der 4 in den Fächern Deutsch, Mathematik
und Englisch
|
|
November
|
Elternabend
zur Bildungsberatung Kl. 3/4
|
|
Januar
|
Aufführung
des Krippenspiels der 5. Kl. im Gottesdienst
der GS Tag der offenen Tür der MS
mit persönlicher Einladung der Viertklässler
Möglichkeit zum Elterngesprächskreis
Info-Elternabend für neue Kl. 5
|
|
März
|
Schnuppervormittag
für Kl. 4 Vorstellen der neuen Fächer
(Bio, Geo, Geschichte, Info)
|
|
März/April
|
Hospitation
durch MS-Lehrer in Deu/Ma/En der GS +
kurze Auswertung Aufführung Passionsspiel
Kl. 4
|
|
Mai
|
1.
vorbereitender Elternabend für Kl. 5
|
|
Juni
|
Unterstützung
des Vorlesewettbewerbs der GS durch
Juroren der 5. Kl.
|
|
Juli
|
Informationsaustausch
der zukünftigen Lehrer der Klasse 5
mit dem Klassenlehrer der 4.Klasse zur
SCHILF
|
Unterrichts-
und Pausenzeiten der Grundschule seit 2008/09
1./2. Stunde:
|
7.50 –
9.20 Uhr
|
Frühstücks-/
|
9.20 - 9.30
Uhr
|
Hofpause:
|
9.30
– 9.45 Uhr
|
3./4.
Stunde:
|
9.45 – 11.15 Uhr
|
Pause:
|
11.15 -
11.25 Uhr
|
5. Stunde:
|
11.25 –
12.10 Uhr
|
Mittagspause:
|
12.10 – 12.30 Uhr
|
6. Stunde:
|
12.30 – 13.15
Uhr
|
Pause:
|
13.15 – 13.20 Uhr
|
7./8. Stunde:
|
13.20 – 14.50 Uhr
|
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Das
Schulprogramm in Druckform
kann hier
als
PDF-Datei heruntergeladen werden.
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